Wölfe wollen am Sonntag ins Finale und spendieren Fans 100 Liter Freibier

Die fünfte Jahreszeit ist zwar offiziell seit Mittwoch vorbei, doch zum Abschluss hauen die Mainzer Wölfe noch einmal richtig auf die Pauke. Unter dem Motto „mit Leidenschaft und Freibier ins Finale“ will der TSV SCHOTT Mainz am Sonntag (18.15 Uhr, Eissporthalle am Bruchweg) gegen die EG Diez-Limburg ins Finale um die Eishockey-Hessenmeisterschaft 2012 einziehen. Hintergrund: Der Verein spendiert den Fans in der Halle 100 Liter Gerstensaft für lau. Zuvor gilt es indes, sich beim Hinspiel am Freitagabend (20 Uhr) in Diez eine gute Ausgangsposition zu verschaffen.

Nach zwei Wochen Spielpause „müssen wir schauen, dass wir möglichst schnell wieder in den Rhythmus kommen“, nennt Wölfe-Trainer Holger Pöritzsch einen Schlüssel zum Erfolg. „Ich hoffe natürlich nicht, dass uns die Pause zu sehr geschadet hat.“ In relativ frischer Erinnerung ist das Hauptrundenspiel vor ziemlich genau einem Monat. Mainz führte da bereits klar mit 6:1, ließ den Gegner durch teils unnötige Strafzeiten jedoch bis auf 6:4 herankommen. Für einen Mainzer hat die Partie vom 22. Januar übrigens Auswirkungen für Freitag: Verteidiger Bastian Hitzelberger ist für das Hinspiel gesperrt, am Sonntag aber wieder mit von der Partie. „Er wird uns am Freitag schmerzlich fehlen“, sagt Pöritzsch. Kapitän Stefan Eisenträger wird definitiv beide Spiele verpassen; seine Mitspieler sollen dafür sorgen, dass der Mann mit dem „C“ auf der Brust in der Finalserie wieder mitwirken kann. Hinter einigen anderen Spielern stehen noch Fragezeichen – es wird sich daher zeigen müssen, in welcher Besetzung die Mainzer auflaufen.

In jedem Fall erwartet der Coach „zwei knappe und emotionale Spiele“. Immerhin geht es – zum dritten und vierten Mal in dieser Saison – gegen seinen Ex-Club, der bis in die Haarspitzen motiviert sein dürfte. Für sein Team werde es entscheidend sein, „von Beginn an dagegenzuhalten und uns nicht deren Spiel aufdrängen zu lassen“. Im Pokalrückspiel beim möglichen künftigen Oberligisten EHC Neuwied war es Pöritzschs Mannen phasenweise gelungen, ein höheres Tempo anzuschlagen. Ziel muss es daher sein, die EGDL mit einer ähnlichen läuferischen Leistung in die Knie zu zwingen.

Auch der Druck dürfte in beiden Spielen letztlich eine Rolle spielen – immerhin entscheidet sich innerhalb von knapp 48 Stunden Finaleinzug für die einen und Saisonende für die anderen. „Es handelt sich um Alles-oder-nichts-Spiele. Diese Situation ist für beide Mannschaften neu, da die Hessenmeisterschaft bislang nicht im Playoff-, sondern im normalen Ligamodus entschieden wurde“, sagt Pöritzsch. Für die Zuschauer kann diese reizvolle Konstellation nur gewinnbringend sein. Und wenn dann noch 100 Liter Freibier warten, sollten die Herzen vieler Mainzer am Sonntagabend eigentlich für Eishockey zu erwärmen sein. „Wir freuen uns über große Unterstützung“, ist sich Bandenchef Pöritzsch mit dem Vorsitzenden Milan Nosek einig.

Verbesserte Wölfe können trotz 3:13 in Neuwied Tempo teilweise mitgehen

3:13 beim EHC Neuwied – das hört sich nicht so deutlich an wie im Hinspiel und war es auch bei weitem nicht für den TSV SCHOTT Mainz im Rheinland-Pfalz-Pokal. Jeweils ein Tor fiel zudem in den Schlusssekunden jedes Drittels; zumindest diese Treffer waren letztlich ärgerlich und zeigten den Mainzern in aller Deutlichkeit auf, dass solche Nachlässigkeiten von der individuellen Klasse eines Oberliga-Anwärters gnadenlos bestraft werden. Trotzdem hinterließ der Hessenligist eine achtenswerte Visitenkarte, konnte erhobenen Hauptes das Ice House verlassen und wird sich nun intensiv auf das Playoff-Halbfinale gegen die EG Diez-Limburg (24. und 26. Februar) vorbereiten.

Eishockey-Rheinland-Pfalz-Pokal, Halbfinal-Rückspiel: EHC Neuwied – TSV SCHOTT Mainz 13:3 (4:1, 5:1, 4:1). Erneut fehlten verletzt und beruflich verhindert zahlreiche Akteure, doch die Wölfe zeigten sich unbeeindruckt von diesem Handicap und waren trotz des frühen 0:1-Rückstands (2.) gleich voll im Spiel. Vaclav Cimburek gelang mit einer technisch feinen Einzelleistung von den linken Bandenseite kommend der zu diesem Zeitpunkt nicht mal unverdiente 1:1-Ausgleich (9.). „Ich kann meiner Mannschaft diesmal keinen Vorwurf machen. Wir waren von Beginn an im Spiel und konnten phasenweise das Tempo mitgehen“, zeigte sich der Mainzer Bandenchef Holger Pöritzsch zufrieden. Das Remis hielt bis zur 18. Spielminute. Ehe die Teams das erste Mal in die Kabinen gingen, schlugen die Bären allerdings noch dreimal zu, wobei Tor Nummer vier drei Sekunden vor der Sirene fiel; Torschütze Dennis Stroecks wurde bei seinem Solo einfach nicht energisch genug gestört.

Trotzdem konnte Mainz zufrieden sein mit der eigenen Leistung. Und auch im weiteren Spielverlauf demonstrierten die Wölfe, dass sie bereit waren, mit vollem Elan dagegenzuhalten. „Wir haben uns gut verkauft“, betonte Pöritzsch – ein reiner Sparringspartner war seine Mannschaft am Sonntagabend jedenfalls nicht. Sie erarbeitete sich selbst Chancen gegen keinesfalls nachlässige Hausherren, die den über 450 Zuschauern etwas für das Eintrittsgeld bieten wollten. Daniel Novak klinkte im Slot ein präzises Zuspiel von Cimburek zum 2:6 ein (32.). Zu Beginn des Schlussdrittels wurde erneut Novak an der gegnerischen Blauen Linie vom diesmal als Verteidiger aufgebotenen Robert Dalaker mustergültig bedient und vollstreckte mit der Rückhand zum 3:9 (52.).

Für sein engagiertes Team hätte sich Trainer Pöritzsch ein etwas knapperes Ergebnis gewünscht. „Man sieht aber auch, dass Neuwied im Abschluss einfach abgezockter und erfahrener war als wir.“ Der Unterschied zwischen einem Hessenligisten und einem Teilnehmer an der Aufstiegsrunde zur Oberliga sei eben klar zum Tragen gekommen. „Während du in der Hessenliga den einen oder anderen Fehler ausbügeln kannst, werden gegen ein Team von der Qualität Neuwieds individuelle Fehler meist direkt mit einem Gegentreffer bestraft“, resümierte Pöritzsch.

Gleichwohl waren gerade diese fordernden Pokal-Halbfinalspiele eine gute Möglichkeit, sich für die nun anstehenden Hessenliga-Playoffs ein höheres Tempo anzueignen. „Mit Blick auf die Partien gegen Diez-Limburg ist mir jedenfalls nicht bange“, so der Coach. „Wenn wir den Schwung mitnehmen, sehe ich gute Chancen, ins Ligafinale einziehen zu können.“ Zur Erinnerung: Das Hinspiel in Diez steigt am Freitag, 24. Februar, um 20 Uhr, das Rückspiel findet bereits zwei Tage später am Sonntag, 26. Februar, um 18.15 Uhr in der Eissporthalle am Bruchweg statt.

Einen Videobericht zum Spiel gibt es hier.

Mainz: Teisler (ab 29:43 Stromberg); Hitzelberger, Dalaker; Horcicka, Heise; Cimburek, Kaliszewski, Lohse; Schemenauer, Eisenträger, Novak; Wilts, Reccius.

Tore: 1:0 (2.) Bill (Kiedewicz, Hergt), 1:1 (9.) Cimburek, 2:1 (18.) Halfmann (Reschetnikow), 3:1 (18.) Blumenhofen (Reschetnikow), 4:1 (20.) Stroecks (Rodens), 5:1 (23.) Bill (Stevenson), 6:1 (30.) Bill (Kiedewicz, A. Czajka), 6:2 (32.) Novak (Cimburek, Eisenträger), 7:2 (32.) Hamann (C. Czajka, Stevenson), 8:2 (35.) Büermann (Blumenhofen, Reschetnikow), 9:2 (40.) Büermann (Halfmann), 9:3 (42.) Novak (Dalaker), 10:3 (44.) Büermann (Blumenhofen, Reschetnikow), 11:3 (48.) Blumenhofen (Halfmann, Wichterich), 12:3 (53.) Hamann (Kley, Kühlem), 13:3 (60.) Blumenhofen (Büermann).

Strafminuten: Neuwied 10 – Mainz 16.

Weg in die Endspiele um Hessenmeisterschaft führt über Diez-Limburg

Die Zeit des Wartens hat für die Mainzer Wölfe ein Ende: Seit Dienstagabend kennen die Eishockeycracks vom Bruchweg endlich ihren Gegner für das Playoff-Halbfinale um die Hessenmeisterschaft. Im letzten Spiel der Hauptrunde schafften die Ice Devils aus Bad Nauheim gegen den Favoriten EV Wiesbaden eine kleine Sensation und siegten mit 5:4 nach Penaltyschießen. Für die Abschlusstabelle und die nun bevorstehenden Play-offs bedeutet dies, dass die Kassel Huskies als Erstplatzierte auf den Vierten Eintracht Frankfurt treffen. Der TSV SCHOTT Mainz (2.) kämpft somit gegen die EG Diez-Limburg (3.) um den Einzug ins Finale um die Hessenmeisterschaft. Wiesbaden und die Ice Devils müssen in die Abstiegsrunde.

„Ich hatte auf einen Sieg von Wiesbaden und somit auf die Icetigers im Halbfinale gesetzt“, kommentierte Wölfe-Coach Holger Pöritzsch die Nachricht über den Spielausgang in Bad Nauheim. „So zeigt sich aber wieder: Die besten Drehbücher schreibt das Leben bzw. der Sport“, spielt der Mainzer Bandenchef auf die Tatsache an, dass es nun im Halbfinale ausgerechnet gegen seinen Ex-Club, die EG Diez-Limburg (EGDL) geht. In Hin- und Rückspiel kämpfen die Teams um den Einzug ins Finale. „Ich erwarte zwei enge und vor allem emotionale Spiele“, so Pöritzsch.

Dass Diez-Limburg gegen den ehemaligen Coach besonders motiviert zu Werke ginge, hätten bereits die Hauptrundenspiele gezeigt. Beim Hinspiel in Mainz Anfang der Saison sicherte sich nach einem 4:4-Unentschieden die EGDL den Extrapunkt im Penaltyschießen; das Rückspiel in Diez vor wenigen Wochen endete mit einem 6:4-Sieg für die Wölfe. Für zusätzliche Brisanz sorgten außerdem die beiden Stürmer Stephan Lohse und René Czajka, die erst kürzlich von Diez in die Landeshauptstadt gewechselt waren und damit für reichlich Unmut an der Lahn gesorgt hatten.

„Letztendlich ist es uns egal, wie der Gegner heißt“, sagt Pöritzsch und betont selbstbewusst: „Wir wollen ins Finale! Und auf dem Weg dorthin musst du nun mal jeden schlagen.“ Das Halbfinal-Hinspiel in Diez findet am Freitag, 24. Februar, um 20 Uhr statt. Das entscheidende Rückspiel in Mainz steigt dann nur zwei Tage später, am Sonntag, 26. Februar, um 18.15 Uhr in der Eissporthalle am Bruchweg.

Wölfe wollen sich vor den Playoffs in Neuwied „bestmöglich“ verkaufen

Bevor Ende Februar mit dem Halbfinal-Doppelpack gegen Diez-Limburg die Hessenliga-Playoffs starten, wartet auf den TSV SCHOTT Mainz am Sonntag (19 Uhr) ein weiterer schwerer Gang im Rheinland-Pfalz-Pokal. Die Wölfe reisen zum Rückspiel nach Neuwied, das nach der 1:15-Schlappe im Hinspiel im Prinzip nur noch eine Formsache zu sein scheint – und erneut plagen sie sich mit erheblichen Personalproblemen. „Derzeit ist es wie verhext. Unser primäres Ziel muss es gleichwohl sein, unser Bestmögliches zu geben und ein gutes Spiel abzuliefern“, sagt Trainer Holger Pöritzsch.

Zwar kehren voraussichtlich Bastian Hitzelberger, Philippe Heise, Stefan Eisenträger und möglicherweise Patric Kaliszewski zurück; gleichzeitig fallen diesmal jedoch Hinspieltorschütze Martin Sagula, Bernhard Naulin, Thomas Heinecke und Erol Posacki berufsbedingt aus, hinter Robert Dalaker steht ein Fragezeichen. Andere Spieler sind noch immer verletzt. Das alles sind keine rosigen Aussichten (Pöritzsch: „So viele Ausfälle habe ich in meiner gesamten Eishockeykarriere noch nie erlebt“), doch für Mainz gilt es, das Beste aus der Situation zu machen und eine achtbare Visitenkarte im Neuwieder Ice House abzugeben. Bandenchef Pöritzsch ist „davon überzeugt, dass meine Mannschaft das Potenzial hat, den Bären drei Drittel lang ein guter Gegner zu sein“.

Dazu müsse sie aber schon vor dem ersten Bully den Schalter umlegen, ansonsten drohe man wie im Hinspiel überrollt zu werden vor einer vermutlich ordentlichen Kulisse. „Neuwied wird keinen Gang zurückschalten oder eine B-Mannschaft aufs Eis schicken“, ist sich der Coach sicher. „Wenn unsere Leistung diesmal stimmt, können wir erhobenen Hauptes vom Eis gehen“ – und den Blick auf die nächste Aufgabe richten, die am 24. zunächst auswärts und 26. Februar im Rückspiel am Bruchweg dann wieder EG Diez-Limburg heißt.

Ersatzgeschwächt unterliegt Mainz Oberliga-Anwärter Neuwied mit 1:15

Der TSV SCHOTT Mainz hat im Halbfinal-Hinspiel des Rheinland-Pfalz-Pokals ersatzgeschwächt deutlich die Grenzen aufgezeigt bekommen. Mit 1:15 verloren die Schützlinge von Trainer Holger Pöritzsch gegen den EHC Neuwied. Gleichwohl sollte man in Rechnung stellen, dass die Mainzer auf nicht weniger als neun Spieler verzichten musste, darunter beinahe die gesamte Verteidigung. Die Bären stehen vor dem Rückspiel am kommenden Sonntag im Neuwieder Ice House somit fast sicher im Pokalfinale.

Eishockey-Rheinland-Pfalz-Pokal, Halbfinal-Hinspiel: TSV SCHOTT Mainz - EHC Neuwied 1:15 (0:7, 1:3, 0:5). Als etatmäßige Defender standen lediglich Bennet Bergmann und Thomas Heinecke zur Verfügung, zusätzlich half Michael Horcicka wie zuletzt in der Abwehr aus. Zahlreiche Leistungsträger fehlten, und so fiel es den Wölfen doppelt schwer, sich auf das vom Oberliga-Anwärter vorgelegte Tempo umzustellen. „Wir haben es im ersten Drittel nicht geschafft, den Schalter von der Hessenliga umzulegen und sind von Neuwied geradezu überrannt worden“, resümierte Pöritzsch tags darauf. Teilweise im Zwei-Minuten-Takt klingelte es im Kasten von Marc Stromberg, der einem im ersten Abschnitt nur leidtun konnte. 0:7 hieß es nach 20 Minuten, und es sollten noch 40 weitere folgen.

Immerhin gab sich Mainz trotz des aussichtslosen Rückstands nicht auf und versuchte, sich nach dem 0:8 durch den Kölner Nachwuchsprofi Florian Lüsch aus der Deutschen Nachwuchs-Liga (21.) in die Partie zu beißen. „Wir haben uns nicht hängen lassen und im mittleren Spielabschnitt die beste Leistung des Abends gezeigt“, sagte Pöritzsch. Martin Sagula besorgte zwar das zwischenzeitliche 1:8 (32.), mit einem Achtungserfolg in Form eines Unentschiedens schafften es die Wölfe dennoch nicht in die zweite Pause. Der Klassenunterschied zeigte sich auch im Schlussabschnitt. Während Mainz trotz einiger Konterchancen ohne weiteren Torerfolg blieb, zeigte sich Neuwied in der Schlussphase nochmals eiskalt und zog auf 1:15 davon.

Vor dem Rückspiel in einer Woche ruht die Hoffnung vor allem auf der Rückkehr einiger verletzter und kranker Leistungsträger. Mit einem verstärkten Kader will der Coach den Bären dann über drei Drittel Paroli bieten, ehe es in den Hessenliga-Playoffs ernst wird.

Mainz: Stromberg; Bergmann, Horcicka; Heinecke; Sagula, Dalaker, Cimburek; Naulin, Lohse, Novak; Reccius, Posacki, Schemenauer.

Tore: 0:1 (3.) Hergt (Kiedewicz), 0:2 (5.) C. Czajka (Lüsch, A. Czajka), 0:3 (6.) Kiedewicz (Hergt), 0:4 (8.) Blumenhofen (A. Czajka, Reschetnikow), 0:5 (14.) Hergt (Kiedewicz), 0:6 (17.) Kühlem (Stroecks), 0:7 (19.) Blumenhofen (Kühlem, Halfmann), 0:8 (21.) Lüsch (Hamann), 1:8 (32.) Sagula (Dalaker, Bergmann), 1:9 (35.) Kiedewicz (Hergt), 1:10 (36.) Blumenhofen (Reschetnikow), 1:11 (49.) Büermann, 1:12 (52.) C. Czajka (Hamann, Lüsch), 1:13 (53.) Solder (A. Czajka), 1:14 (56.) Blumenhofen (Reschetnikow, Halfmann), 1:15 (59.) Büermann (Reschetnikow, Stroecks).

Strafminuten: Mainz 8 – Neuwied 4.


Die SCHOTT AG