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Nach einem 6:2-Sieg am Donnerstag im ersten Spiel der Rhein-Main-Hobbyliga gegen die Vikings aus Wiesbaden (Ergebnisse unter: www.rmhliga.de) gingen die Wölfe motiviert und kämpferisch in das Spiel der Rheinland-Pfalz-Liga gegen Bitburg. Bereits in den ersten Minuten zeigte sich jedoch, dass der Gegner hier wesentlich stärker und die Stimmung ernster war. Nach einem niederschmetternden 0:7 im ersten Drittel sammelten sich die Wölfe zwar, konnten sogar zwei Tore erzielen, den Sieg der Bären aus Bitburg aber nicht mehr verhindern.

„Kämpfen, Jungs, Kämpfen!“ motivierten sich die Spieler der Mainzer Wölfe immer wieder gegenseitig. Doch obwohl sie vor allem in den letzten zwei Dritteln gut gegenhielten und sogar zwei Tore erzielten, gingen die Bären aus Bitburg am Ende mit 2:13 (0:7, 0:10; 2:3) als klarer Sieger aus der Eishalle am Bruchweg.

Grund dafür war vor allem das starke erste Drittel der Gäste aus Bitburg. Schon nach 120 Sekunden erzielten sie das erste Tor, weitere 17 Sekunden später folgte bereits das zweite. Die Wölfe konnten zunächst kaum etwas ausrichten, schienen überrumpelt von den schnellen Gegentoren und dem Stand von 0:2 nach weniger als drei Minuten. So wurde es den Gästen leicht gemacht das Spiel bereits frühzeitig zu entscheiden – bis zum ersten Pausenpfiff erzielten sie fünf weitere Tore, mit dem Ergebnis von 0:7 gingen die Wölfe geknickt in die Kabine.

Was genau dort passierte, vermag man nicht zu sagen. Sicher ist aber, dass die Mannschaft in Drittel zwei klar strukturierter wirkte, Widerstand leistete und es Bitburg wesentlich schwerer machte, den Puck am Mainzer Goalie Martin Spengler vorbei im Kasten unterzubringen. Trotz der kämpferischen Leistung konnte die Mannschaft aus Bitburg weitere drei Tore erzielen, während die Mainzer kaum Torchancen herausspielen konnten und torlos blieben – 0:10 nach 40 Minuten.

Das Spiel war vor dem letzten Drittel bereits entschieden. Nichtsdestotrotz hörte man bei den Wölfen immer wieder das Motto des Tages: „Kämpfen!“. Geprägt war die Schlussphase außerdem von zahlreichen mehr oder weniger nachvollziehbaren Zwei-Minuten-Strafen – insgesamt 14 Minuten auf Seiten der Wölfe, 22 bei den Bitburger Gästen. Besonders bei letzteren ist die Härte des Eingreifens teilweise nicht verständlich, führten sie doch bereits mit klarem Vorsprung und hätten sich getrost zurückhalten können. Für die Mainzer kam es so in der 46. Minute immerhin zu einem 5:3-Überzahlspiel, in dessen Verlauf der spielende Trainer Hans Schmidt den Ehrentreffer auf Vorlage von Eugen Hempel und Stefan Reccius erzielte. Leider konnte auch ein weiteres Schmidt-Tor in der 58. Minute das Spiel nicht mehr wenden, zumal auch Bitburg in diesem Drittel drei weitere Treffer gelangen.

Trotz des klaren Sieges hatte auch Bitburg an diesem Abend noch einen Wehmutstropfen zu verkraften. Ronny Hähnel musste kurz vor Schluss wegen Schmerzen im Schulterbereich vom Eis und anschließend ins Krankenhaus gebracht werden. Für ihn auf diesem Wege gute Besserung.

Mainz: Spengler; Krehbiel-Gräther (0/1), Reccius (0/1); Lendering, M. Mustaf; Hempel (0/2), Roßnagel, Godziewski; A. Mustaf, Kraffer, Domann; Rathgeber, Schmidt (2/0).

Strafminuten: Mainz 14 - Bitburg 22 + 10.

Schon nach wenigen Wochen ist bei der Reserve der Mainzer Wölfe die Trainerdiskussion entbrannt. Ist Hans Schmidt noch der richtige Mann an der Bande? Erreicht er seine Mannschaft überhaupt noch? Diesen Fragen muss sich der Coach nach der 0:7 (0:0, 0:1, 0:6)-Heimniederlage gegen Tornado Luxemburg stellen. In der zweiten Drittelpause schien beim Stand von 0:1 eine Wendung möglich. Dann machten die Gäste sechs Buden. Doch Schmidt hat schon Lösungsansätze.

40 Minuten und 14 Sekunden hielt sich Mainz dank eines starken Martin Spengler im Tor, konsequenter Defensivarbeit und einer Portion Glück aussichtsreich in der Partie. Dann erzielte die Luxemburger Zweitvertretung mit dem ersten Wechsel des Schlussabschnitts das 0:2 und hatte von da an leichtes Spiel. Schmidts Schützlinge hatten schon zuvor Torchancen produziert, weil sie bei Scheibenbesitz zu hektisch agierten. Nun brachen im eigenen Drittel die Dämme.

Trotz der Niederlage gibt sich der Trainer kämpferisch und denkt offenbar nicht daran, den gerade erst angenommenen Job freiwillig an den Nagel zu hängen. "Der Hansi ist erfahren und wird das schon hinkriegen", heißt es aus der Mannschaft. Eine fruchtbare Maßnahme ist die Installierung von Jörn Godziewski als Co-Trainer bei den gut besuchten Trainingseinheiten, eine andere könnte sich als echte Revolution herausstellen: Schmidt plant offenbar, künftig alle Stürmer in der Verteidigung und alle Verteidiger im Sturm aufzubieten. Ein erster Test im Training verlief äußerst positiv.

Mainz: Spengler (52:04 Wingels); Krehbiel-Gräther, Reccius; Lendering, Zimmermann; Mustaf, Rathgeber; Godziewski, Roßnagel, Hempel; Andreou, Ludewig, Domann; Gaida, Löw, Bootz.

Strafminuten: Mainz 10 - Luxemburg 10.

Das Auswärtsspiel der 1b beim EV Bitburg ist am 23. Oktober abgesagt und mit 5:0 für Bitburg gewertet worden, weil kein neuer Termin gefunden wurde. Die Bären kommen am 13. November zum nächsten Spiel der Rheinland-Pfalz-Liga nach Mainz.

Erfolgserlebnisse zum Start in die neue Saison sind immer etwas Feines. Die 1b des TSV SCHOTT Mainz erfreute sich gleich an zwei: Neu-Trainer Hans Schmidt konnte zwei komplette Reihen aufbieten - ein zuletzt eher ungewohnter Luxus - und es gelang der erste Saisontreffer. Nur hatten die Gäste vom EHC Neuwied 1b ihre eigenen Pläne. Sie brachten gleich vier Reihen im Mannschaftsbus mit und gewannen 14:1 (4:0, 6:0, 4:1) in der Eissporthalle am Bruchweg.

Das Ergebnis lässt vermuten, dass ein gewisses Leistungsgefälle zwischen beiden Teams doch mehr oder weniger deutlich zu Tage trat. Das hielt die heimischen Wölfe indes keinesfalls davon ab, 60 Minuten lang Widerstand zu leisten. So erdrückend die Überlegenheit der technisch beschlagenen und schlittschuhläuferisch gut ausgebildeten Bären aus Neuwied auch war, aufgeben gehörte an diesem Abend nicht zum Wortschatz der Hausherren. Im letzten Drittel belohnten sie sich schließlich mit dem Ehrentreffer durch Ole Ludewig. Der Nachwuchsmann zog energisch Richtung Tor und durfte nach einem verdutzten Blick hinter die Torlinie jubeln. Sein erster Ligatreffer!

Sicherlich die geringsten Sorgen bereitet in dieser Spielzeit die Torhüterposition. Für Neuzugang Martin Spengler eröffneten sich ausreichend Gelegenheiten, sein Können unter Beweis zu stellen. Er hielt, was zu halten war, und das mit teils sehenswerten Paraden. Backup Daniel Wingels wechselte im Verlauf des Schlussabschnitts zwischen die Pfosten und fügte sich nahtlos ein. Fast wäre der junge Keeper ohne Gegentor geblieben, ein Bauerntrick in der vorletzten Minute verhindert dies.

Weitere Erfolgserlebnisse mussten somit erst einmal warten. Weniger als zehn Gegentore in Bitburg wären ein solches. Beim Topfavoriten der Liga muss die Reserve der Wölfe am kommenden Sonntag antreten. "Quantitativ", sagt Center Christoph Rathgeber, "hoffen wir auf eine leichte Steigerung": Aus Urlaub und Lazarett werden Spieler zurückerwartet - und zwar sehnlichst! Mit zehn plus x Feldspielern und vergleichbaren Torhüterleistungen kann die Untergangsstimmung vielleicht etwas gedämpft werden.

 

Wölfe: Spengler (47:11 Wingels); Krehbiel-Gräther, Reccius; Lendering, Zimmermann; Andreou, Kraffer, Löw; Ludewig (1/0), Rathgeber, Bootz.

Strafminuten: Mainz 10 - Neuwied 22.