Die Saison 2009/2010 ist beendet - die Wölfe wurden sowohl in der Vorrunde als auch in der Pokalrunde der Hessenliga Zweiter.

Doch was war das für ein Jahr für die Mainzer, noch kurz vor dem ersten Spieltermin war unklar ob es für die Eishockeycracks in Mainz überhaupt eine Zukunft geben wird - ein Rückblick:

Nach dem die Stadt Mainz sich für den Kauf der Eissporthalle entschlossen hatte kündigte der damalige Pächter seinen Vertrag und die Halle hatte plötzlich keinen Betreiber mehr. Welche Folgen das haben sollte ahnte damals niemand, bei den Wölfen lief die Planung auf Hochtouren, man bemühte sich um das Engagement von Roger Nicholas, entwickelte Konzepte um dem Eishockey mehr Aufmerksamkeit zu bringen und konnte die Mannschaft durch wertvolle Spieler verstärken. Für die Verantwortlichen war damals noch die größte Sorge, ob man wohl bei dem neuen Betreiber die gleichen Eiszeiten bekommen und die Preise gleich bleiben würden, schon garnicht ahnte man, dass gut 6 Monate später unser Vorsitzender, Milan Nosek Betreiber der EISHALLE AM BRUCHWEG sein würde.

 

Seine Bewerbung um die Pacht hatte Milan Nosek im Verlauf der Pächtersuche bei der Stadt eingereicht. Was dann Folgte wurde ja in den Medien breit berichtet, Terminverschiebungen, Gutachten, neue Gutachten, technische Probleme, Sanierungsstau,...die Eishalle vor dem Aus! Die Bedingungen für die Bewerber hatten nur noch Zwei von ihnen übrig gelassen - Milan Nosek und Nils Freimuth. Am Tag der Entscheidung viel allen Beteiligten eine große Last ab, als Nosek den Zuschlag erhielt, doch wie es sich später herausstellen sollte war dies erst der Anfang!

 

Als man endlich die Schlüssel für die Halle bekam fehlte es an allem, aber vor allem an Zeit! In kürze sollte die Saison starten, denn jeder Tag bedeutete Einnahmeverlusste für die Eishalle. Dem unglaublichen Einsatz vieler freiwiller Helfer, den Mitgliedern des TSV die unzählige Stunden in der Halle arbeiteten sowie dem beachtlichen Durchhaltevermögen von Nosek ist es zu verdanken, dass am 08. November tatsächlich die Eröffnung der Saison gefeiert werden konnte.

Aus der Sicht der Wölfe hatte dies jedoch Spuren hinterlassen, alle Mittel und Kräfte waren in die Halle geflossen, Pläne konnten nicht umgesetzt werden, Verstärkungen waren aus Unsicherheit wieder abgewandert, das Sommertraining hatte gelitten und vor dem ersten Meisterschaftsspiel hatte die Mannschaft gerade 3 Mal zusammen trainiert. Um so überraschender war es, dass man sich in Bad Nauheim nur knapp geschlagen geben musste und auch beim Eröffnungsspiel in Mainz zeigte die Mannschaft großen Willen und erlämpfte ein Unentschieden. Roger Nicholas gelang es die Mannschaft zu formen und in Wiesbaden wurde mit einem deutlichen Sieg gezeigt welche Leistung die Mannschaft abrufen konnte.

Als Bad Nauheim in Mainz gastierte und aus Frankfurt wurden die nächsten Punkte eingefahren und man reiste mit breiter Brust nach Darmstadt - zum Meisterschaftsfavoriten. Die Zuschauer in Darmstadt bekamen ein großes Eishockeyspiel zu sehen in dem Mainz streckenweise überlegen war - die Gastgeber nutzen ihre Möglichkeiten jedoch besser und siegten knapp. Die Enttäuschung darüber saß tief, als Wiesbaden der nächste Gegner war und die Icetigers waren hungrig auf Revenge. Die Wölfe spielten unkonzentriert und verloren erneut, die Aufstiegsrunde in weiter Ferne.

Trotzdem folgten überragende Auftritte des Teams von Roger Nicholas, zweistellig gegen Diez und Darmstadt entschieden die Wölfe alle restlichen drei Spiele - doch mehr als Platz 2 war nicht mehr zu holen.

Auch in der Pokalrunde gab reichte es "nur" für den zweiten Rang. Was viele vergessen hatten, die Mainzer waren als Aufsteiger in die Hessenliga gekommen und gehörten eigentlich zu den Underdogs, wer waren also die Garanten für den Erfolg?

Daniel Novak spielte gewohnt stark und war immer zur Stelle wenn es um die wichtigen Tore ging, er spielte eine gute Saison - wenngleich es nicht seine Beste war, Topscorer wurde er trotzdem.

Neu im Team war John Kraiss, der 21 jährige Winger kam aus Braunlage zu den Wölfen und war die größte Verstärkung des Teams. Kraiss brachte mit seinem Tempo und seinem guten Spielverständnis die gegenerischen Abwehrabteilungen regelmäßig zur Verzweiflung.

Auch Robby Dalaker spielte eine starke Saison. Im zweiten Jahr bei den Wölfen sorgte er mit seiner Schnelligkeit für Wirbel auf dem Eis und bereitete viele Treffer für seine Linemates Kraiss und Novak vor.

Eine Berg & Talfahrt erlebte Dennis Scheele. Zunächst fand der schnelle Außenstürmer überhaupt nicht zu seiner Form und wirkte Lustlos - doch im späteren Saisonverlauf ließ er immer wieder sein Talent als Allrounder aufblitzen, er arbeitete hart und nutzte seinen blitzartigen Handgelenkschuß.

Defensiv überzeugt Simon Wehrsich, konsequentes Körperspiel und auch Offensivqualitäten zeigte er in seiner ersten Saison in Mainz. Die gesamte Defensivabteilung zeigte sich jedoch verbessert, Bennet Bergmann, Pavel Michalek und auch der dienstälteste Wolf: Martin Güttler spielten eine gute Saison.

Robin Lehmann kam zu Beginn der Pokalrunde aus Neuwied und zeigte seine Qualitäten gleich im ersten Spiel mit drei Treffern. Ob Lehmann auch 2011 ein Wolf bleibt ist unklar.

Seine letzte Saison für die Wölfe absolvierte Radek Dostalek, der Tscheche wird Deutschland den Rücken kehren und geht zurück in die Heimat. Die Wölfe bedanken sich herzlich für die großartigen Leistungen und bedauern es den Mannschaftskapitän zu verlieren.

Alle Wölfe zeigten deutliche Leistungsteigerungen unter Coach Roger Nicholas, daher ist man bereits jetzt bemüht ihn für ein weiteres Jahr in Mainz zu beschäftigen, Nicholas zeigte bereits Interesse.

Die Planungen für das nächste Eishockeyjahr laufen bereits, die Mainzer wollen wieder eine starke Mannschaft stellen und vorne mitspielen. Unser anderes großes Ziel ist es den Eishockeysport weiter in Mainz auszubauen, unsere Nachwuchsarbeit wird ständig verbessert und auch die zweite Mannschaft der Wölfe erfreut sich großem Zuspruch und soll in Zukunft auch als Kaderschmiede für die erste Mannschaft genutzt werden.

Wir freuen uns auf die kommende Saison und bedanken uns bei allen Sponsoren und Fans für die tolle Unterstützung!

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